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Rothenbruck
Der Hammer und damit der Ort Rothenbruck wird bereits im bayerischen Salbuch von 1275 als Reckenbrucke erwähnt.

1387 wurde in Urkunden Rockenbruck und 1427 Reckenbruck genannt und gehörte als Bamberger Lehen zum Amt Thurndorf.

Am 9. Dezember 1475 belehnte der Bamberger Bischof Philipp Graf von Henneberg zu Neuhaus den Hans Villiber von Sulzbach erblich mit dem Hammer. Er sollte dem Bischof stets "offenes Haus" gewähren, bei Kriegen zwischen Bamberg und der Pfalz aber neutral sein.

1520 war Hans von der Grün Besitzer. Er baute neben dem Hammer eine Mühle. Von der Grün besaß auch das Gut Finstermühle. Sein Hauptwohnsitz war aber das Rittergut Weihersberg bei Pressath. Zur Zeit des 30-jährigen Krieges gehörte der Hammer Christoph Heber.

Infolge der Gegenreformation und des langen Krieges hatte der Hammer großen Schaden erlitten. Er war von Freund und Feind wiederholt geplündert und verwüstet worden. Als Heber 1643 starb, zogen seine Kinder zu ihrem Vetter nach Doos und ließen den Hammer öd liegen.

1654 ließen die neuen Besitzer, die Nürnberger von Löffelholz, von Kreß und von Tetzel den Hammer neu aufbauen.

Um 1700 gehörte er den Auerbacher Bürgermeistern Friedrich Held und Michl Ströhl. Helds Schwiegersohn Johann Jakob Ströhl ließ auf dem Hammergelände eine Kapelle erbauen und stiftete der Pfarrkirche in Neuhaus die Bilder der 14 Kreuzwegstationen.

1773 kaufte der Schmiedemeister Kaspar Trettenbach aus Neuhaus das Hammergut um 2000 fl (Florint, Gulden).

1805 hatte das Hammergut folgende Bewohner:

Balthasar Trettenbach, Hammerbesitzer; Johann Vogl, Wirt; Barthl Gottauf, Zerrener (Schmelzer); Erhard Schrödl, Schmiedemeister; Johann Kopp, Schmiedeknecht; Sebastian Spieß, Müller; Georg Besenreuther, Zimmergesell; Georg Held, Meilerbrenner. Georg Drenkel und Johann Forster waren Bauern. Friedrich Gumbmann, Georg Egloffstein, Peter Schauer und Johann Hanfbauer arbeiteten als Taglöhner.

Zum Hammergut gehörten 1812 das Schloß oder Herrenhaus, ein Bauernhaus mit Stallung und Stadel, das Wirtshaus, 3 Taglöhnerhäuser, die Hammerhütte, die Erzschupfe, der Dürrnhof, der Polsterhof in Engenthal, das Hammerhoöz, das Fischwasser von Rothenbrucker Fall bis zur Engenthaler Mühle, die Hammerkapelle und das Forstrecht auf 334 Klafter Holz.

Der Zehent von den Feldfrüchten gehörte den Herren von Tucher in Nürnberg.

In der Neuzeit war durch die industrielle Entwicklung an Rhein und Ruhr die Blütezeit der Hammerwerke in unserer Heimat endgültig vorbei.

Das Hammerwerk Rothenbruck arbeitete bis zum Jahre 1885. In diesem Jahr ging der Betrieb in den Besitz der Firma Stöbers Nachfolger über und wurde zu einer Bronzefabrik umgebaut.

Im Jahre 1887 kaufte die Firma Ludwig Auerbach u. Co., die bereits in Fürth eine Bronzefabrik besaß, den Betrieb.

Da der Firmenbesitzer Jude war, kam es schon bald nach der "Machtergreifung" zu Schwierigkeiten, die den Inhaber veranlaßten, seinen Besitz an die Firma Schlenk zu verkaufen. Die Familie Auerbach wanderte noch rechtzeitig nach Amerika aus und überlebte so die NS-Zeit.

Wie andere Betriebe auch wurde die Bronzefabrik bei Kriegsbeginn auf Rüstung umgestellt. In den Morgenstunden des 23.Juni 1941 kam es in der Fabrik zu einem furchtbaren Explosionsunglück, wie bereits an anderer Stelle erwähnt.

Zur Zeit wird der Betrieb weiter ausgebaut. In ihrem Rothenbrucker Werk fertigt die in Nürnberg ansässige Carl Schlenk AG seit 1938 Metallpulver. Die blättchenförmigen Metallpigmente werden in verschiedenen Legierungen und Farbtönen hergestellt. Sie werden bei Bronzierabeiten, im Tief,- Flexo- und Offsetdruck bei der Gestaltung von Druckschriften, Etiketten, Zigaretten- und Süßwarenverpackungen verwendet. Die weltweit agierende und stark exportorientierte Carl-Schlenk AG beschäftigt in Rothenbruck derzeit etwa 100 Mitarbeiter.

Das Hammerschloß wurde abgebrochen. Wo einst die Kapelle stand, steht heute das Verwaltungsgebäude.

In der Gebietsreform schloß sich die Gemeinde Rothenbruck freiwillig mit Neuhaus zusammen. Der Ort Rothenbruck ist in den letzten Jahren laufend gewachsen und zählte 1988 34 Häuser mit 157 Einwohnern, heute sind es 142 Einwohner.


Der Text wurde entnommen aus "Marktgemeinde Neuhaus -Gestern und Heute- von Andreas Dimler, ISBN 3-9806507-1-5.


Finstermühle
Wie der Name schon sagt, war der Ort ursprünglich ...........
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Krottensee
Etwa zur gleichen Zeit wie die Rodungsdörfer Mosen ...........
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Das 3. Hammerwerk auf dem Gebiet des heutigen Mark ...........
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Seit dem Mittelalter wurden in der Einöde Ziegelhü ...........
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Wie schon an anderer Stelle erwähnt, erstand Höfen ...........
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Rehberg
1794 erbaute der Schmierbrenner Georg Schwemmer ei ...........
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Mosenberg
Im Gegensatz zu vielen Dörfern der weiteren Umgebu ...........
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